Abschiedsgruß von Pastor Miebach

Seelsorger verlässt schweren Herzens unsere Pfarrgemeinde

Elf Jahre in Renshausen zuhause gewesen

Pastor Heinz Peter Miebach verlässt schweren Herzens unsere Pfarrgemeinde. Elf Jahre war er in Renshausen zuhause gewesen. Am Sonntag, den 30. Juni 2019 hat er zusammen mit Pater Alex in Bilshausen die letzte Hl. Messe gefeiert und wurde verabschiedet. Viele Gemeindemitglieder hatten ihm Briefe und gute Wünsche geschrieben und für das Missionsprojekt in Ruanda gespendet, das Pastor Miebach schon seit vielen Jahren unterstützt. Lesen Sie hier seinen Abschiedsgruß:

"Liebe Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Kosmas und Damian zu Bilshausen!

Mit größtem Bedauern heißt es Abschied nehmen von Euch, die Ihr mir in den elf Jahren meines Daseins in der Pfarrei ans Herz gewachsen seid! Hatten wir, d.h. Mathias und ich doch gedacht, unseren Lebensabend in Renshausen zu verbringen und auch alles dafür schön hergerichtet. Unser Vorhaben sollte sich darin noch bestärkt werden, dass wir unser kleines Domizil, das Brunnenhaus zu erwerben gedachten, um es dann nach unserem Tod wieder der Pfarrei zurück zu vermachen, da wir keine Erben haben. Der Kirchenvorstand hatte unserem Ansinnen auch zugestimmt, aber das Bistum hat anders entschieden. Nun gut, es ist eben so.

Da ich aber nicht mehr der Jüngste bin, galt es nun eine Lösung zu finden, die es Mathias ermöglicht, noch viele Jahre auch nach meinem Tod bezahlbar und sinnvoll im Kreis seiner Angehörigen und seines Umfeldes, in dem er groß wurde, weiter zu leben. Hier kam Gottes Fügung uns zu Hilfe.

Just als die ablehnende Nachricht vom Generalvikariat mich erreichte, hörten wir, dass die Mutter von Mathias ins Altersheim gezogen war und nun sein Elternhaus zum Verkauf stand. Natürlich haben wir uns sogleich darum bemüht, und es ist uns gelungen, das Haus zu erwerben. Jetzt ist es bezugsfertig und so verabschieden wir uns vom Eichsfeld und ziehen nach Celle zurück, wo ich fast zehn Jahre Militärpfarrer und Seelsorger der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Vorwerk gewesen bin.

Ja, schweren Herzens gehen wir von hier weg. Haben wir doch von den Pfarrmitgliedern viel Gutes erfahren dürfen und die Pfarrei und besonders Renshausen ist wirklich zu einem ZUHAUSE für uns geworden.

Doch nun gilt es von Herzen zu danken! Unser Dank gilt besonders denen, die uns zur Seite waren: den Pfarrern, den Pfarrsekretärinnen, den Küstern, den Mitgliedern in den Räten, den Organisten, den Mitgliedern der Chöre, den Lektoren und Kommunionhelfern und allen, die immer wieder wunderschöne Familiengottesdienste vorbereitet haben. Er gilt allen, die uns persönlich zur Seite waren und für uns gebetet haben. Nicht vergessen will ich, auch denen zu danken, die durch ihr fachliches Können und Wirken nicht nur den Kreuzweg, sondern auch die Pietakapelle um unsere Josefswallfahrtstätte in Renshausen errichteten. Dieses Engagement wird ein bleibendes Andenken sein!

Ja, sie alle halfen und helfen uns Priestern, dass Leben der Pfarrgemeinde zu gestalten und ich hoffe sehr, dass dieses Engagement nicht nur sich erhält, sondern unter sich erschwerenden Bedingungen auch für die Priester sich noch verstärkt.

Mein Wunsch wäre: Haltet am Glauben fest und verliert nicht den Mut! Gottes Heiliger Geist ist allzeit gegenwärtig und wird auch für die Zukunft Wege uns erschließen, die den Weg zum himmlischen Vater für alle Menschen auch unserer Tage ebnen.

Natürlich sind wir nicht aus der Welt und so möchten wir auch weiterhin erreichbar bleiben und würden uns über mannigfaltige Kontakte und Besuche freuen!

Mit einem „Vergelts Gott“ und einem „Lebt wohl!“ verabschieden sich, weiter im täglichen Gebet auch Eurer gedenkend,

Pastor Heinz Peter Miebach und Mathias Wirth"